Kockum Sonics Sirene Alarmierungssystem Stadt Zürich Hochhaus

Sirenentest 2022

Plötzlicher Alarm? 🔊 Was Sie zum Sirenenalarm und jährlichen Sirenentest wissen sollten:

 

Am ersten Mittwoch im Februar heulen die Sirenen landauf landab. Wieso das Bundesamt für Bevölkerung jedes Jahr diesen Test durchführt und was Sie dazu wissen sollten, beantworten wir hier.

Der Sirenentest findet am Mittwoch, 2. Februar 2022 um 13:30 Uhr statt.

Am 13:30 Uhr wird der «Allgemeine Alarm» getestet, ein auf- und absteigender Heulton von einer Minute.

Ab 14:15 bis spätestens 15:00 Uhr wird in den gefährdeten Gebieten unterhalb von Stauanlagen der «Wasseralarm» ausgelöst. Der Wasseralarm besteht aus zwölf tiefen Dauertönen von je 20 Sekunden in Abständen von je 10 Sekunden.

Sowohl die Sirenen wie auch die Alarmierungsmittel werden auf Ihre Funktionsbereitschaft getestet.

Insgesamt gehören ca. 7200 Sirenen, davon rund 2200 mobile Sirenen, zum Schweizer Sirenennetz.

Die mobilen Sirenen werden insbesondere für dünner besiedelte Gebiete oder als kurzfristigen Ersatz beim Ausfall stationärer Sirenen eingesetzt. Zudem können mit mobilen Sirenen Sprachmitteilungen wiedergegeben werden. Sie eignen sich demzufolge für die Verbreitung von Informationen und Verhaltensanweisungen an die Bevölkerungen, beispielweise bei Trinkwasserverschmutzungen.

Falls in einer oder mehreren Regionen eine Gefahr besteht, sind hauptsächlich die betroffenen Kantone für die Auslösung zuständig. Dies können Unwetterkatastrophen, ein Chemieunfall oder auch ein terroristischer Angriff sein. Bei einem Dammbruch und drohenden Flutwellen erklingt der Wasseralarm.

Der Bund kann bei nationalen Notlagen, z.B. einer erhöhten Radioaktivität, die Sirenen über den roten Knopf der Nationale Alarmzentrale (NAZ) auslösen.

>Radio hören oder die Warn-App konsultieren.

>Den Anweisungen der Behörden folgen und die Nachbarn informieren.

>Bei einem Wasseralarm sollte das Gebiet sofort verlassen werden, um sich in einer höheren Lage oder beim definierten Sammelplatz in Sicherheit zu begeben.

Sirenen sind nach wie vor ein effektives und wichtiges Element der Warnung und Alarmierung der Bevölkerung in Ernstfällen. Bei einem Blackout funktioniert das Sirenennetz bis zu 5 Tage netzunabhängig. Somit kann auch bei längeren Stromausfällen alarmiert werden. Zudem sind Sirenen für Sehbehinderte oder Menschen ohne moderne Kommunikationsmittel (Smartphones) sinnvoll und notwendig. Ebenso wichtig ist die Weckfunktion in der Nacht, wenn viele ihre Smartphones ausgeschalten haben.

Die Geschichte der Alarmierung der Bevölkerung in der Schweiz geht sehr weit zurück. Die untenstehende Grafik vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz stellt dies sehr gut dar.

Seit 1962 werden pneumatische Sirenensysteme und seit 1983 elektronische Sirenen eingesetzt.

Ab 2018 wurde das Sirenennetz auf das nationale Polyalert-Netz angeschlossen und die App AlertSwiss ins Leben gerufen.

 

 

Vor und während dem Probealarm stehen wir unseren Kundinnen bei Fragen und Unterstützung zur Seite. Wir bieten zudem Schulungen des Einsatzpersonals vor dem Sirenentest an. Weiter führen wir bei Bedarf Beschallungsmessungen mit kalibrierten Messgeräten durch.

Nach dem Probealarm erhalten wir von den einzelnen Kantonen, Zivilschutz-Organisationen oder Gemeinden Störungs- oder Mängelmitteilungen der betroffenen Sirenen.

Nach einer ersten Triage werden unsere Techniker disponiert, um die Mängel und Störungen schnellstmöglich zu beheben. Hier schauen wir auf eine nachhaltige Routenplanung sowie speditive Ausführungen der Arbeiten.

Stationäre und mobile Sirenensysteme 

Sirenenanlagen sind wichtige Elemente der grossflächigen Warnung und Alarmierung in der Schweiz.

Es gibt verschiedene Sirenentypen in der Schweiz. Früher wurden die Sirenen mechanisch oder mit Pressluft betrieben, heute funktionieren sie elektronisch.

Elektronische stationäre und mobile Sirenen bieten eine grosse Reichweite, hohe Verfügbarkeit und komplette Netzunabhängigkeit. Die Alarmierung und die Warnung sind somit auch bei einem längeren Stromausfall gewährleistet.

In der Schweiz werden alle stationäre Sirenen an das einheitliche Fernsteuerungssystem Polyalert angeschlossen. Mit dem Fernsteuerungssystem können sämtliche Sirenenanlagen überwacht und ausgelöst werden. Zudem gibt es die Möglichkeit die Sirene manuell auszulösen als unabhängige Redundanz.