Sirenentest Schweiz: Was getestet wird und warum das wichtig ist
Jedes Jahr im Februar heulen die Sirenen landesweit, um die Bevölkerung zu sensibilisieren und die Funktionsfähigkeit der Sirenen zu überprüfen.
Auch wenn Behörden heute Meldungen über digitale Alarmierungskanäle wie Apps oder Webseiten verbreiten können, bilden Sirenen nach wie vor das Kernelement im Gesamtsystem der Alarmierung und Warnung der Bevölkerung. Besonders nachts ist ihre Weckfunktion von zentraler Bedeutung. In Krisen und Notlagen müssen Behörden die betroffene Bevölkerung rasch, zuverlässig und grossflächig warnen, alarmieren und informieren können – unabhängig von Stromausfällen oder Mobilfunkabdeckung.
Notlagen oder Katastrophen wie ein Unfall in einem Kraft- oder Chemiewerk können sich jederzeit ereignen und treten meist ohne Vorwarnung ein. Ende Dezember 2020 kam es beispielsweise im Kanton Zürich zu einer Trinkwasserverschmutzung, bei der die Bevölkerung mit mobilen Sirenen alarmiert und informiert wurde. Um sicherzustellen, dass diese Warninfrastruktur im Ernstfall funktioniert, werden in der ganzen Schweiz jährlich im Februar rund 5’000 stationäre sowie etwa 2’200 mobile Sirenen getestet – der Sirenentest dient dabei nicht nur der Sensibilisierung der Bevölkerung, sondern auch der technischen Funktionsprüfung der Anlagen.
Für kantonale und kommunale Stellen, die beim jährlichen Sirenentest technische Auffälligkeiten feststellen oder ihre Sirenenanlagen modernisieren möchten, ist Kockum Sonics der richtige Ansprechpartner – sei es für fachliche Beratung, die Behebung technischer Probleme, den Ersatz veralteter Systeme oder die Planung neuer Sirenenprojekte. Bei einer Anlagestörung bitten wir Sie, das Formular am Ende dieser Seite auszufüllen.
Wie viele unterschiedliche Alarmsignale gibt es?
Im Vergleich zu früher gibt es heute nur noch zwei unterschiedliche Alarmsignale. Standardmässig ist jede Sirenenanlage mit dem Allgemeinen Alarmsignal (AA) ausgerüstet. In gefährdeten Gebieten wie Überflutungszonen, zum Beispiel unterhalb von Wasserstauanlagen, wird zusätzlich das Wasseralarmsignal (WA) programmiert. Eine Kombi-Sirene beinhaltet beide Alarmsignale.
Wie reagieren bei einem echten Sirenenalarm?
Wenn der Allgemeiner Alarm ausserhalb des angekündigten Sirenentests ertönt, bedeutet dies, dass eine mögliche Gefährdung der Bevölkerung besteht. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert, Radio zu hören, sich über die Alertswiss-App zu informieren, die Anweisungen der Behörden zu befolgen und Nachbarn zu benachrichtigen.
Der Wasseralarm bedeutet, dass eine unmittelbare Gefährdung besteht, zum Beispiel unterhalb einer Stauanlage. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert, das gefährdete Gebiet umgehend zu verlassen. Mit Merkblättern über Fluchtmöglichkeiten und Sammelplätze wird die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten vorgängig informiert.
Was passiert bei einem Stromunterbruch?
Die Alarmierung und Warnung sind auch bei einem längeren Strom- und Netzausfall möglich. Moderne Sirenensysteme sind auf eine hohe Betriebssicherheit ausgelegt. Sie sind mit Batterien und modernster Technik ausgestattet und können netzunabhängig (min. 5 Tage) betrieben werden. Regelmässige Prüfungen der Systeme, zur frühzeitigen Erkennung altersbedingter Leistungseinbussen, sichern eine langfristig , zuverlässige Funktionsfähigkeit. Das zentrale Fernauslösesystem ist speziell abgesichert, und auch bei der SRG gibt es ein entsprechendes Notdispositiv. Neben Alarmierung per Sirene verweist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) auf weitere Mittel zur Alarmierung, etwa Lautsprecher, Meldeläufer oder Flugblätter. Der Bund empfiehlt zudem, ein Transistorradio mit Reservebatterien bereitzuhalten.
Was hat eine Zürcher-Oberländer Firma mit dem Sirenentest zu tun?
Die Kockum Sonics AG mit Sitz in Wallisellen entwickelt, produziert, installiert und unterhält seit 1961 Sirenensysteme zur Alarmierung und Warnung der Schweizer Bevölkerung. Schweizweit sind heute mehr als 3’500 Kockum Sonics Sirenen im Einsatz
Neben Entwicklung und Installation ist vor allem der Betrieb und Unterhalt entscheidend für die langfristige Funktionsfähigkeit dieser sicherheitskritischen Infrastruktur. Sirenen sind auf hohe Zuverlässigkeit ausgelegt, werden im Alltag jedoch selten ausgelöst – eine strukturierte Instandhaltung hilft, altersbedingten Verschleiss, Batteriealterung und technische Abweichungen frühzeitig zu erkennen. Zusammen mit Bund, Kantonen und Gemeinden sorgt Kockum Sonics AG dafür, dass Sirenenanlagen regelmässig überprüft, fachgerecht instandgehalten und bei Bedarf rasch repariert werden. Präventive Wartung trägt dazu bei, die Funktionsfähigkeit langfristig zu erhalten und ungeplante Einsätze zu vermeiden.
Liegt bei Ihrem System eine Anlagenstörung vor?
Falls eine Anlagestörung vorliegt, bitten wir Sie, uns diese über das folgende Formular mitzuteilen. Wir werden Ihre Meldung so rasch wie möglich bearbeiten und mit Ihnen Kontakt aufnehmen.






